Leseprobe 2. Seite

Auf Opa Helmut ist wirklich Verlass. Denn heute hat er sein Versprechen wahr gemacht und ist mit Katrin in den Zoo gegangen.
Nachdem sie an der Kasse die Eintrittskarten gekauft haben, sehen sie sich die bunte Schautafel an, auf der die einzelnen Tiergehege eingezeichnet sind.
"Ich will zuerst die Elefanten besuchen!", ruft Katrin aufgeregt.
Gesagt, getan. Kurze Zeit später bestaunt Katrin die riesengroße Elefantenmutter und ihr kleines Elefantenkind. Mit ihrem Rüssel nehmen die beiden Elefanten das Heu vom Boden auf und schieben es sich in den Mund.
"Guten Appetit!", ruft Katrin ihnen freundlich zu.
Leseprobe 3. Seite

Gleich neben den grauen Elefanten haben die großen, braun gefleckten Giraffen ihr Zuhause.
Langsam wandert der Blick von Katrin über den langen Hals der Giraffe bis zu ihrem Kopf. "Ui!", ruft sie. "Die ist ja bestimmt zehn Meter hoch!"
Opa Helmut schüttelt lächelnd den Kopf. "Nun übertreib mal nicht maßlos, Katrin", sagt er. "Dort auf der Schautafel steht, dass ausgewachsene Giraffen immerhin fasechs Meter lang werden können. Und das ist doch auch schon eine ganze Menge, oder?"
Katrin nickt. "Ich habe mich eben ein bisschen verschätzt." Sie grinst. "Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich keine Giraffe bin", murmelt sie.
"Wieso denn das?", fragt Opa Helmut verwundert.
"Stell dir vor, ich hätte einen so langen Hals und müsste ihn jeden Tag waschen!", antwortet Katrin .
Leseprobe 4. Seite

In dem großen Wasserbecken, in dem sich angeblich die Flusspferde aufhalten sollen, lässt sich zunächst kein einziges Tier blicken.
"Hallo!", ruft Katrin freundlich. "Wo seid ihr denn, meine Lieben? Wollt ihr euch etwa vor mir verstecken?"
Nichts rührt sich.
Katrin geht mit Opa Helmut zu dem Raum neben dem Becken, in dem eine große Portion frisches Gras für die Flusspferde bereitliegt. Aber auch dort
ist leider niemand zu sehen.
Plötzlich hören die beiden Besucher des Zoos ein verdächtiges Blubbern und Sprudeln.
Katrin flitzt sofort zu dem Wasserbecken. "Opa Helmut!", ruft sie.
"Die Flusspferde sind endlich aufgetaucht."
Eines der Tiere reißt sein gewaltiges Maul weit auf und gähnt herzhaft. Dabei kann Katrin ganz deutlich die mächtigen Eckzähne des Flusspferdes sehen.