Leseprobe 2. Seite

Dieser außergewöhnliche Nachmittag wird Wolfgang lange in Erinnerung bleiben.
Mit seinen Eltern hat er die prächtige Burg Rabenstein besucht, die auf einem bewaldeten Hügel steht.
Wolfgang hat die weiträumige Burganlage mit ihren hohen Mauern und mächtigen Türmen bewundert. Zum Abschluss ist er mit seinen Eltern über eine schmale Holztreppe auf den Aussichtsturm geklettert, von dem aus man einen fantastischen Überblick über die Landschaft rund um die Burg hat.
Nun schläft Wolfgang zufrieden in seinem Bett und träumt von einem tollkühnen Abenteuer, das er zusammen mit Ruth in einer längst vergangenen
Zeit erlebt. Im Zeitalter der Ritter.
Leseprobe 3. Seite

Nach einer langen Wanderung aus dem Tal bis hinauf auf die Anhöhe erreichen Wolfgang und Ruth am frühen Abend endlich ihr Ziel.
Die Dämmerung ist bereits angebrochen, als sie den Wald verlassen
und vor sich die beeindruckenden Umrisse der berühmten Burg Rabenstein erkennen.
Wolfgang und Ruth nähern sich dem tiefen Wassergraben, der die Außenmauern der Burg schützend umgibt.
"Was wollt ihr hier?", ruft plötzlich eine donnernde Stimme.
Erschrochen zucken Wolfgang und Ruth zusammen.
Dann sehen sie den Wachposten, der in seiner glänzenden Ritterrüstung auf einem Turm neben dem verschlossenen Eingangstor steht.
Leseprobe 4. Seite

"Wir sind zwei friedliche Wanderer, die für die Nacht ein sicheres Quartier suchen!", ruft Wolfgang dem Wachposten zu. "Könntet ihr uns in eurer Burg Unterkunft gewähren?"
Der Ritter sieht sich die beiden Fremden von Kopf bis Fuß an.
"Ihr seid nicht bewaffnet?", fragt er argwöhnisch.
Wolfgang und Ruth schütteln die Köpfe.
"Na gut", sagt der Wachposten. "Dann will ich mal nicht so sein!" Zusammen mit einem anderen Ritter, der inzwischen auf dem zweiten Turm am Eingang aufgetaucht ist, lässt er die Zugbrücke herunter.