Leseprobe 2. Seite

Liebe Karin
lieber Wolfgang,

ihr habt euch dazu entschlossen, von nun an euren Lebensweg gemeinsam
zu gehen.
Zu dieser Entscheidung herzliche Gratulation und gleichzeitig alles Gute
für eure weitere Zukunft.
Dieses persönliche Hochzeits-Buch, das euch geschenkt wurde oder mit
dem ihr euch selbst zu eurer Heirat eine Freude gemacht habt, wird zu einer bleibenden Erinnerung an eure Hochzeit werden. Denn in diesem schönen Buch könnt ihr die einzelnen Situationen dieses großen Ereignisses festhalten. Auf diese Weise ist euch, Karin und Wolfgang, die einzigartige Möglichkeit gegeben, die aufregende Zeit der Trauung, der Hochzeitsfeier und der Hochzeitsreise auch nach Jahren noch nachvollziehen zu können.
Leseprobe 3. Seite

Darüber hinaus enthält das vorliegende Hochzeits-Buch zahlreiche interesannte geschichtliche Informationen rund um die Heirat sowie Aussagen und Sinnsprüche berühmter Persönlichkeiten zur Ehe und zur Liebe, die euch in unterhaltsamer Form zum Nachdenken anregen mögen.
Der Begriff der Hochzeit geht in seiner Wortherkunft auf die althochdeutsche Formel "diu höoha gizit" zurück, was damals allgemein "das hohe Fest" bedeutete. Im Mittelhochdeutschen, der späteren Literaturausgabe des 11. bis 14. Jahrhunderts, bezeichnete die so genannte "hoch(ge)zit" ein hohes kirchliches oder weltliches Fest sowie bereits konkret die Vermählungsfeier.
In der Vergangenheit war das Fest der Eheschließung mit zahlreichen Bräuchen, Zeremonien und Ritualen verbunden, von denen sich einige bis
in die Gegenwart erhalten haben, ohne dass uns, Karin und Wolfgang , deren ursprüngliche Bedeutung noch bewusst wäre.
Leseprobe 4. Seite

So ist das rund um die Hochzeit ausgeführte Brauchtum vor allem ein Relikt alter Fruchtbarkeitskulte, die für die damaligen Menschen von großer Bedeutung waren. Die von der Braut am Hochzeitstag getragene Krone war nicht nur ein Schmuck, sondern symbolisierte gleichzeitig die Unantastbarkeit, die Fruchtbarkeit und den neuen sozialen Status der Braut.
Auch hinter dem Polterabend, dem Vorabend des Hochzeitstages, verbarg sich mehr, als uns, Karin und Wolfgang , heute klar ist. Der alte Brauch, Porzellan oder Ähnliches zu zerschlagen, hatte nach früherem Verständnis zwei Bedeutungen. Zunächst sollten mit dem beim Poltern entstehenden Lärm ungünstige Einflüsse und böse Geister abgewehrt und verscheucht werden. Dem Polterabend wurde gleichzeitig auch eine positive Bedeutung beigemessen, weil man davon überzeugt war, dass die Scherben des Porzellans und des Glases dem Brautpaar Glück bringen würden.

(Platz für eigene Fotos vorhanden)